Sa
1.
Aug
ab 19 Uhr Kunsthalle Augsburg im Glaspalast
Waves
WAVES
Modale Musik und Improvisation – ein Brückenschlag vom Mittelalter zur Moderne
Besetzung:
Wolfram Oettl Keyboard, Orgel; Joseph Warner Kontrabass & Ensemble PERSONAT mit Sabine Lutzenberger Stimme; Karin Weston Stimme; Dorothea Jakob Stimme; Katalin Tarnai Stimme; Tessa Roos Stimme; Hannah Ely Stimme
In der Ausstellung SHIFT OF VISION | Neue Wege der Abstraktion widmet sich die Kunsthalle Augsburg der zeitgenössischen abstrakten Malerei. Im musikalischen Rahmenprogramm werden Bezüge zwischen Musik und Kunst, zwischen Geschichte und Gegenwart möglich. Wassily Kandinski benannte seine wegweisenden abstrakten Werke ab 1910 »Improvisation« oder »Komposition«. Kazimir Malevich reduzierte in seinem »Schwarzen Quadrat« von 1915 Malerei auf Grundformen. Im Spannungsfeld vonImprovisation und Komposition bewegt sich auch das Konzertprojekt WAVES. Die radikal anmutende Archaik der Musik des Mittelalters wie Minimalismus in heutiger Avantgarde lassen ebenfalls Verwandtschaften zur Kunst entdecken. Die Tradition der Improvisation, wohl so alt wie die Musik selbst, ist in den verschiedensten Stilen zu finden und heute besonders im Jazz und auch in experimenteller Musik beheimatet. Sänger und Sängerinnen fanden im 12. und 13. Jahrhundert Anweisungen zum Improvisieren in einem Traktat zur Organum-Praxis der Notre-Dame-Schule. Im Dialog mit Wolfram Oettl (Keyboard/Orgel) und Joseph Warner (Kontrabass) und den Sängerinnen von PERSONAT schlagen wir eine Brücke von vergessenen Praktiken des Mittelalters hin zur Avantgarde, wo Klänge sich sowohl kontrastreich gegenüberstehen als auch miteinander verschmelzen.